Kirche schmeißt Christen raus

Der HERR JESUS CHRISTUS spricht: „Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, der wird den Lohn eines Propheten empfangen. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen. Und wer einem dieser Geringen auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Es wird ihm nicht unbelohnt bleiben.“ (Matthäus 10: 40-42)

Christian Bärthel Ludwig-Jahn-Str. 5 07580 Ronneburg Tel. 036602-34954

 

Thüringer Landespolizeidirektion
Andreasstraße 38
99084 Erfurt

Ronneburg, 04.05.2017

Dienstaufsichtsbeschwerde / Strafanzeige

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

als ich am vergangenen Sonntagmorgen (30.04.2017) zum Gottesdienst in die St. Bartholomäikirche in Altenburg gehen wollte, wurde ich im Eingangsbereich – nachdem ich bereits das Liederblatt bekam – von einem in zivil gekleideten Mitarbeiter des Staatsschutzes (Herr Loose) gestoppt, ein anderer Staatsschutzmitarbeiter (Herr Weber) holte den Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, der sich dann – wie eingeübt – nach meinem Namen erkundigte.

Nachdem ich diesen nannte, sagte er mir, dass er vom Hausrecht Gebrauch macht und ich die Kirche verlassen solle. Da ich darüber sehr verwundert war, erkundigte ich mich nach einem Grund für dieses Verhalten. Er sagte dann, dass ich ja sicher nicht als Christ da sei, woraufhin ich ihm antworte: doch – natürlich bin ich als Christ hier und bin sogar selbst Prediger des Evangeliums.

Nun wollte er einlenken und meinte, dass nichts dagegen spricht, wenn ich mich anständig verhalte, am Gottesdienst teilnehmen zu können. Doch sofort intervenierte der Staatsschutzmann Loose und sagte zu ihm: „Nein – das geht nicht“ bzw. „Nein – auf keinen Fall“ oder eine ähnliche Wortwahl.

Der Kirchenmann traute sich nicht, dieser Anweisung zu widersprechen und gab den Polizisten nach, die mir schließlich drohten, mich gewaltsam entfernen zu lassen, wenn ich nicht in 30 Sekunden die Kirche verlassen habe. Dieses Vorgehen ist ungeheuerlich!

Die beiden Staatsschutzmänner geleiteten mich vor die Tür und ich holte Zettel und Stift raus um mir deren Namen zu notieren, sie aber verweigerten mir – trotz mehrfacher Nachfrage – diese zu nennen. Schließlich verlangte ich, dass sie mir ihre Ausweise zeigen, was sie auch erst nach mehrmaliger Aufforderung und ziemlich kurz taten, sodass ich mir nur den jeweiligen Familiennamen, nicht aber die Vornamen, Dienststelle und Dienstgrad notieren konnte.

Herr Loose drohte mir im Übrigen mit Konsequenzen, wenn ich irgendwo seinen Namen nennen sollte. Da ich ein solches Treiben jedoch nicht stillschweigend hinnehmen kann, habe ich noch am selben Tag Altenburg-Online ein Interview gegeben, in dem ich mein Erleben schilderte:

Trotz dass ich mehrfach – bereits in der Kirche und auch draußen – betont habe, dass es nur meine Absicht ist, im Gottesdienst zuzuhören – ich noch nie in einer Kirche störte – und mir die dann eröffnete Spalatin-Ausstellung anzuschauen, hinderte man mich an der freien Religionsausübung.

Folgende Vergehen von Seiten der benannten Herren Loose und Weber sehe ich als gegeben an:

Beeinflussung von Kirchenvertretern zum Zweck meines Ausschlusses vom Gottesdienst

unmittelbare Ausübung von Druck auf den Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, der bereits einlenken wollte, aber dem einfach angewiesen wurde, mich nicht teilnehmen zu lassen und damit

eine Kompetenzüberschreitung und Einmischung in kircheninterne Angelegenheiten

Verstoß gegen die Ausweispflicht gemäß Thüringer Polizeiaufgabengesetz § 6 – da in Zivil hätten sie sich sogar ohne Verlangen ausweisen müssen, kamen aber selbst nach Verlangen nur sehr zögerlich dieser Pflicht nach

die Straftatbestände der Nötigung, Bedrohung und Behinderung der freien Religionsausübung sind hier ebenfalls erkennbar

Da selbst mein Angebot, sich doch in der Kirche direkt neben mich zu setzen, von den Herren abgelehnt wurde, sehe ich eine grundsätzlich feindselige Einstellung gegeben, die sich erschwerend auf ein gesundes gesellschaftliches Miteinander auswirkt. Wenn solche Leute nicht einmal zu diesen Kompromissen bereit sind, sollte man ernsthaft darüber nachdenken, sie aus dem Dienst zu entlassen.

Wie sich herausstellte, fand ja bereits im Vorfeld eine Einflussnahme auf Entscheidungsträger der Kirche – offenbar wegen des Besuches des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow – statt.

Also offenbar aus politischen Gründen war die Folge dieser Einflussnahme, dass einem bekennenden Christen die Teilnahme an einem Gottesdienst verwehrt wurde – und dies ist verfassungsrechtlich unzulässig! Hier herrscht der sogenannte Staat in die Kirche hinein und es werden diktatorische Züge erkennbar, die es jedoch zu vermeiden gilt.

Am Rande möchte ich noch anmerken, dass die Behauptung durch den Staatsschutzmann Loose, ich sei Vertreter von ThüGIDA und daher nicht erwünscht, von mir vor Ort unmittelbar als unzutreffend zurückgewiesen wurde, da ich nicht einmal Mitglied des im letzten Jahr gegründeten Vereins bin. Bekanntlich können an sich nur Mitglieder von Vereinen vertretungsberechtigt sein, nicht jedoch jeder Redner, der auf ihren Versammlungen spricht.

Man kann ja auch nicht behaupten, ich sei Vertreter der Evangelischen Kirche in Sachsen, nur weil ich kürzlich dort als Gast in einem Gottesdienst sprach.

Ich betonte zudem, dass ich gern jede Plattform auf der zu sprechen ich eingeladen werde nutze, um auch meine Glaubensüberzeugungen zu bekennen – selbst wenn mich eine Kirchengemeinde zum Predigtdienst einlädt, tue ich dies gern.

Sollte sich im Zuge der Ermittlungen herausstellen, dass für die ungeheuerlichen Vorgänge mir gegenüber am Sonntag in Altenburg der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow persönlich verantwortlich ist – oder auch der Thüringer Innenminister als Dienstherr der Polizei – so ist die Abgabe der Ermittlungen an die zuständigen Bundesbehörden geboten!

Klärungsbedarf über diese Vorgänge besteht Herrn Ramelow gegenüber auf jeden Fall – weshalb ich einen Dialog mit ihm anrege. Da er sich auch als Christ sieht und wohl sogar die Predigt in Altenburg hielt, schlage ich als Überschrift vor „Dialog mit Bruder Bodo“ – natürlich öffentlich. Dieser Vorschlag erfolgt an dieser Stelle, da mein Brief als offener Brief Verwendung findet.

Es besteht auch ein öffentliches Interesse an der Verfolgung aufgrund der Vorhaltungen. Bitte teilen Sie mir umgehend etwaige Ergebnisse mit! Besten Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Bärthel

„Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.“ (Matthäus 25: 45)

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*